Bloedi’s little helper

… What a drag it is getting drumpf…

Oftmals, wenn ich denke, ein Tag könne nur dröge oder doof werden, gibt es kleine und feine Texte oder Kommentare, die mir das Schmunzeln ins Gesicht treiben.

Ich bin ja nun kein Freund von Donald Drumpf, dessen Vorvätername dank des genialen John Oliver wieder virulent ist.

Und hier kommt das große Aber: ABER hin und wieder tropft, bei all der Dummheit und Selbstgefälligkeit auch immer mal wieder ein Körnchen Wahrheit aus seinem Mund.
Z.B. als er sich zu dem Offenen Brief der 50 Altrepublikaner äußert, die verlautbaren, „[sie seien] überzeugt, dass er ein gefährlicher Präsident wäre und die nationale Sicherheit [des]Landes und sein Wohlergehen aufs Spiel setzen würde“, [er, Drumpf, sei] nicht willens oder nicht fähig, richtig von falsch zu unterscheiden“.

Seine Replik auf das Sammelsurium von unterschreibenden Kriegsverbrechern und Landesverheerern (bspw. Ex-CIA-Chef Michael Hayden, der ehemalige Weltbank-Präsident Robert Zoellick, die früheren Heimatschutzminister Tom Ridge und Michael Chertoff und der frühere Geheimdienstdirektor John Negroponte), eben diese hätten die Welt „weniger sicher gemacht“, sei ihnen doch bspw. die „katastrophale Entscheidung zur Invasion Iraks“ im Frühjahr 2003 unter Präsident George W. Bush anzulasten, sind eine gute Breitseite und aus meiner Sicht durchaus treffend.

Und außer, dass er ein Soziopath(laut seinem Ghostwriter Tony Schwartz) ist und in seinem eigenen Trump Universum lebt, bin ich mir unsicher, ob nicht die Frau von Billy Boy Clinton außenpolitisch eine stärkere Gefahr für ein globales, friedliches Miteinander ist.
Wenn Trump ein echter Geschäftsmann wäre, was er offensichtlich nicht ist -veritabler Bankrotteur trifft es wohl eher- dann wäre er mir deutlich lieber, als jene Frau, die für den Irak Krieg war, für das militärische Eingreifen in Libyen und für die alte, interventionistische Praxis und Politik der USA steht, würde er doch dann vermutlich profitablen Nutzen abwägen, statt lediglich Stärke zu exekutieren.
Darauf deuten die Aussprüche in Richtung Putin bezüglich der Krim oder der Ukraine hin.
Seis drum, ich wollte da nicht zu tief einsteigen, sondern mich an der klaren Aussage erfreuen, die der DRUMPF tat.

Aber richtig gut wurde der Tag, als ich die Kolumne von Richter Fischer in der Zeit gelesen habe. Leider vergesse ich das immer direkt nachzugucken und werde dann meist via burks oder fefe daran erinnert, welch scharfzüngiger oder besser scharffedriger Kolumnist dort schreibt. Wer sich das ärgerliche Gemetzel bei Spiegel Online letztens angeschaut hatte, als dort sehr schwach Frau Stokowski in der Debatte um das verschärfende Sexualstrafrecht versuchte Herrn Fischer ans Bein zu pinkeln, dort seine Replik las(die auch leider eher schwach war, wenn auch deutlich weltoffener und angenehmer im Wesen formuliert), der durfte sich über die aktuelle Kolumne in der Zeit freuen.
Da es ja meistens eine Menge Menschen gibt, die sich sofort persönlich angesprochen fühlen, wenn etwas nicht genau nach ihrer strengen und asketischen Weltsicht stattfindet, falls also gar ihre Religion (sei es Venganistik, Feministik oder Dumpfbackenistik) kritisiert (in ihren Augen angegriffen) wird und dann sofort das Lospöbeln beginnen – dabei aber nur ihr eigenes armseliges kleines Weltbild offenbaren- hat Herr Fischer Nachlese gehalten.
Mir gefiel besonders das folgende Zitat aus seinem Resümee:
Ich glaube nicht an Heilslehren und Einseitigkeiten, nicht an das Niederbrüllen von Ungläubigen und an den einen, alles entscheidenden Menschheitsfehler. Ich glaube nicht, dass alles in Wirklichkeit ganz einfach wäre, wenn man nur die Richtigen kaltstellt oder wegschafft oder fertigmacht, kastriert oder abknallt. Ich glaube auch nicht, dass ich oder irgendjemand sonst sich von einem aufgehetzten, vielfach uninformierten Mob das Maul verbieten lassen sollte. ebenda

Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

Ihnen Ihr Blödbabbler, besser gelaunt als noch vor Kurzem

Peek und Pokemon

Dieser Hype um kleine pixelige Monster, die durch reale, picklige Monster via deren Dooffons eingesammelt werden, ist ja ungefähr so charmant wie eine eitrige Genitalwarze.
Und, wie man vermuten muss, leider auch ebenso ansteckend.

Da ich im Gegensatz zu der wilden Hatz auf Deutschland Gassen bei diesen Temperaturen lieber innerhäusig bleibe, verschlug es mir vorhin die Sprache, als ich erleben musste, wie sich eins dieser Pokemons auf einer Lage Laphroaig materialisierte.

Immerhin scheinen die gelben Biester Geschmack zu haben.😀
Na einem kurzen, aber beherzten „Go! Pokemon, go!“ war der Racker aber zügig wieder aus der Bude.

Pika, Pika
Ihnen Ihr Blödbabbler

Teurer Schnapsgott

Aller Orten hört man berechtigte Kritik: Preise für Whisky seien inzwischen immer öfter ins Groteske überhöht, Qualität nehme ab, ehrwürdiges Alter würde ersetzt durch fantasievolle Geschichten und höheren Preis, und das eh schon teure Hobby würde langsam immer unerschwinglicher. Viel davon sehe ich auch so, der werte Oliver Klimek von dramming.com hat die Pforten erstmal geschlossen, die Lust am Whiskybloggen ist ihm -auch durch diese Entwicklungen- etwas abhandengekommen. Same here. Mein anfänglicher Enthusiasmus hat ebenfalls schon ein paar arge Dämpfer erhalten, aber, wenn ich endlich die Buddeln fotografiert habe, werde ich dennoch wieder ein wenig tasting notes hier einstellen. Leider hat mir googles Android-Update im Dezember ja einen Werksreset aufgenötigt, bei dem alle im Nexus lebenden Schnapsflaschenbilder in eine dunkle Zwischenwelt ohne USB-Anschluss gekommen sind, Nirvana at it`s best. HMPF!
Und, da ich schon bei quasi religiösen Metaphern bin, so schrieb ich eben in einem Thread bei whisky.de folgenden Beitrag.

Nachdem das schnöde Hobby „Schnapstrinken“ oftmals schon religiöse Ausmaße angenommen hat, sind eben auch viele bereit ihr Geld -in Analogie zur Religion- dem vermeintlichen Gott via dessen Propheten zu opfern.

Hier endet dann jeglicher rationale Versuch des feinen Schnapstrinkens und einer reinen Beschaffungsmentalität und geht über in religiöse Verzückung: hui, ein Arschberg Krokodil und eine Flasche MachSieAlle aus einem echten Sherry-Fass zusammen für nur 1000 Euro, das muss ich sofort haben, egal ob dann der Rest der Familie noch was zu kauen daheim hat, oder nicht.

So gebe man zwar nichts auf Jim Murray und seine Kumpel, aber hey, auch wenn der Preis für die jährlich Nummer 1 drastisch durch die Decke geht, muss man natürlich eine Flasche von was-auch-immer haben, man gönnt sich ja sonst nichts. Whiskylemminge.

Naja, bei den meisten wirds nicht ganz so schlimm sein, die haben meist keine Familie, aber die Tendenz scheint mir klar zu sein. Nehme ich mich auch nicht von aus, die Regulatorien, die noch eine Grenze einziehen sind nur unterschiedlich ausgeprägt. Beim Einen limitiert so ein Funken rationaler Restverstand, beim Anderen der immer zu leere Geldbeutel und beim Dritten konsequent gar nichts mehr, die Summe der alkoholischen Anschaffungen.

Ich frage mich ja inzwischen, ob es nicht absurd ist, für eine Flasche Allerwelts-NAS der dafür dann *trommelwirbel* in Fassstärke in den Whisky-Connaisseurs Trog gekippt wird, das zu zahlen, was vorher der 10-15 Jahre gereifte gekostet hat, plus einen beträchtlichen Märchenaufschlag zum Füttern der Marketing-Ghuls.
Wenn man den Verlust an Alk-Prozenten -via Angels Beitrag- abzieht, zwischen einem 60%igem NAS (3+ Jahre) und einem 46%igem 16 Jahre gereiften, kommt wahrscheinlich schon alleine dieser Betrag als Differenz in Frage. Zusätzlich spart man sich Lagerhaltung und ähnliches, was bisher immer als Kostentreiber genannt wurde in den alten Märchen, die uns die Vorväter der heutigen Marketing-Ghuls so gerne erzählten.

Unterm Strich gibts deutlich zu viele, die bereit sind auf jeden Zug aufzuhüpfen, egal obs das halbjährliche neue Smartphone sein muss, oder eben der -wie überraschend- limitierte, einzelfässige und vom Masterdestiller handgestreichelte Whisky, der mal eben dreistellig startet und noch Luft nach oben hat.
Warum?
Weil es bezahlt wird!
Von allen? Nein, aber von genug Mitmenschen, damit es sich für die Destillen und die ParasitenNutznießer drum herum noch deutlich lohnt.
Solange das so ist, werden eben auch weiterhin deutlich steigende Preise zu verzeichnen sein, und es überrascht mich nicht, wenn Deutschland oftmals Ziel von überteuerten Fantasieabfüllungen ist, scheint doch die Bereitschaft sich ein X für ein U vormachen zu lassen eine der Kernkompetenzen hierzulande zu sein.

Ihnen Ihr Blödbabbler

Datenschutz als gelebter Witz

Heute war ich mal wieder mit dem Auto in der großen Stadt am Main.

In einem bekannten Ärztezentrum gab es die erste Verärgerung, man hatte sich dort offenbar Gedanken gemacht, wie man mit dem Kommunikationsmittel E-Mail etwas zum Datenschutz beitragen könnte. m(

Nun hätte ich direkt aus der Hüfte mal vorgeschlagen, holt euch ein S/MIME Zertifikat für umsonst, oder halt eins für Kohle bei einem der entsprechenden Anbieter. Dann kann wahrscheinlich zwar die Schlapphutabteilung via backdoor mitlesen, aber die sind mir eigentlich Wumpe bei Gesundheitsdaten und meiner bescheidenen Stellung in der Gesellschaft.
Oder, man hätte sich ein PGP Zertifikat ausgestellt bzw. ausstellen lassen und -wenn man ganz viel Zeit gehabt hätte- es auch noch von ganz dolle vielen Menschen vertrauen lassen.

Stattdessen ließ man mich einen Zettel ausfüllen, auf dem ich gefälligst zur Kenntnis nehmen sollte, dass eine E-Mail mit meinen Gesundheitsdaten per definitionem unsicher sei. Dies bitte zur Kenntnisnahme, Unterschrift unten rechts bitte, zack, zack.
WTF! Statt tatsächliche Sicherheit gegen die übelsten Mitleser im Internet zu ergreifen, macht man sich lieber die papierene Mühe die alleinige Verantwortung auf den Patienten abzuladen. Dankeschön dafür.

Ich habe sogar für die Physio-Praxis meines Vertrauens beide Möglichkeiten der E-Mail Verschlüsselung auf der Webseite angeboten – wer dort mit der Praxis in Kontakt treten möchte, der kann dies entweder via S/MIME oder PGP selbstverständlich verschlüsselt tun. Ein Minimum an Service, wenn man schon Kundendaten via Postkarte verschickt.

Beim wieder zu meinem Auto latschen stellte ich fest, dass ich meine Mitmenschen immer noch nicht mehr mögen mag, besonders dann, wenn viele von ihnen die Straßen mit sich vollmachen.
Inzwischen fühle ich mich schon fast wie bei The Walking Dead .
Draußen vor der Tür steht nicht mehr Borcherts Beckmann, stattdessen marodieren Smartphone-Zombies allerorten herum, gerne auch in der Geschmacksrichtung: dummdreiste-dicke-Lippe-und -direkt-in-einen-reinstolpernd. Arrrghh!
Atemluftverbraucher der besonders nutzlosen Art. Da lobe ich mir unser Kaff, denn das ist sowas von unterm Rettungsschirm des Landes Hessen, dass wir uns alle gar keine Telekommunikationsgeräte auf offener Straße leisten dürfen.

Hier ist es angenehm ruhig, nur hin und wieder zupft ein Perverser an den jemand an den Glocken des Herrn worauf diese von ewiger Verdammnis für alle Sünder künden – vermutlich durchaus mit Recht. Ich spreche da aber nur für mich.😀

Bei uns am Ort weicht man nur Viehtransportern, dem Pfarrer auf der Suche nach kleinen Kindern, oder eben kleinen Kindern -auf der Flucht vor dem Pfarrer- aus.
So etwas kann ich deutlich besser handhaben, als diese hippen Großstadtgewächse mit ihrer weltmännischen Art ihrem Krankheitsbild einer ausgeprägten Wahrnehmungsschwäche, bei gleichzeitig ausbrechender Logorrhoe – gerne auch noch mit ausgeprägter Herrenmenschenattitüde- beim permanenten Doofphonen.

Ihnen Ihr Blödbabbler, passionierter Eremit

Der Irre vom Bosborus,…

… wie Martin Sonneborn den Irren vom Bosborus treffend bezeichnete, fand also, es war kein Angriff auf Nichtfastende, sondern auf „Menschen, die keinen Respekt vor der Empfindsamkeit ihrer Nation und Stadt haben“, indem sie sich erdreisten Alkohol zum Ramadan trinken.
Na, dann ist ja alles gut, irgendwie.
Und auch ein kleiner Vorgeschmack was man sich eintreten kann, wenn man religiösem Gehampel politische Macht zubilligt.

Der Stimmennachmacher und Kabarettist Reiner Kröhnert hat -für die ostdeutschen Mitbürger zum Mitschunkeln nach bewährter, klassischer Melodie- der Türkei ein Ständchen gebastelt:

Ihnen Ihr Blödbabbler

Ein Lichtblick?

Es gibt manchmal kurze Lichtblicke, die allerdings nicht von jedem verstanden werden.

So eine kurze Erhellung ist der Vorschlag vom aktuellen Justizminister, die Polygamie in Deutschland abzuschaffen.
Äh! Wie meinen?

Wer bisher dachte, es gäbe in Deutschland sowieso ein Verbot der Vielehe, lag damit nicht ganz falsch, regelt doch der § 1306 des BGB den Sachverhalt der Bigamie, dann auch logischerweise den, mit noch mehr Partnern.
So dachte ich noch vor kurzem.

Bis mir beim Lesen, des durchaus lesenswerten Buches von Necla Kelek, Die fremde Braut – Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland. der Sachverhalt dargestellt wurde, der in Deutschland mal wieder eine Ausnahme generiert. Wenn ein Muslim im Ausland eine weitere Frau heiratet, diese dann nach Deutschland einführt, ist auch diese bspw. über die Familienversicherung krankenversichert und mit den Rechten der Ehefrau abgesichert.

Da der Islam die Vielehe nur dem Mann zubilligt(hier allerdings wohl nach Auffassung einiger weniger Gelehrter), allerdings nur in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Wie man diese definiert? Eventuell wenn das Sozialgeld nicht reicht? Keine Ahnung.

Oftmals handelt es sich dabei eben dann um Importbräute, Frauen oder oftmals Mädchen, der deutschen Sprache definitiv nicht mächtig, die im Rahmen einer Familienzusammenführung dann hier in Deutschland landen.
Meist steht ihnen dann ein Leben in 40m2 Deutschland bevor, ohne Aussicht auf Spracherwerb und Teilhabe am Leben in Deutschland, als quasi Sklavin des Haremsvorstandes.
Die einzigen Orte die sie sehen wird, sind Moscheen, in denen ihr klar gemacht wird oder sie es -als Abwechslung zum tristen Alltag versteht- warum sie genau diese Rolle ausfüllen muss.

Wenn sich nun aufgeklärte, gar links dünkende Menschen aus falsch verstandenem Kulturrelativismus dafür hergeben diesem Zustand, der einem Verbrechen gegen Menschenrecht und damit auch dem Grundgesetz gleicht (von dem die Importbräute nichts wissen (können)) zu erhalten,dann sollte man sie ebenfalls dafür angehen, als Mittäter.

Toleranz bedeutet eben gerade nicht der Intoleranz die Macht zu geben, indem man sie duldet und machen lässt, solange bis sie selbst stark genug geworden ist, um dann die Toleranz auf dem Altar der religioösen Ideologie zu opfern.
Dies und nichts anderes lese ich aus der Aussage des Justizministers heraus und hoffe auf eine zügige Umsetzung. Da es sich allerdings um einen SPD Menschen handelt, wird es vermutlich bei der Feststellung bleiben und sich nichts an den skandalösen Umständen ändern.

Diesen widerlichen Zustand kritisierte Necla Kelek zu Recht schon 2005, jetzt scheint auch dem Justizminister dieser Zustand bekannt geworden zu sein. Sage mal einer in Deutschland gäbe es keine langen Leitungen. Vermutlich hat der dicke Sigmar draufgehockt.
So äußerte sich Maas im scheinbaren deutschen Hauptpressorgan, dem Gossenblatt Blöd: „Niemand, der zu uns kommt, hat das Recht, seine kulturelle Verwurzelung oder seinen religiösen Glauben über unsere Gesetze zu stellen“, weswegen die Mehrfach-Ehe eben nicht anerkannt werden dürfe.

Wenn er sich jetzt noch darauf besönne, das es ebenfalls nicht Recht ein kann, kleine jüdische und muslimische Kinder zu verstümmeln, dann wären wir tatsächlich einen wichtigen Schritt weiter in Deutschland, zumindest was Zivilisation angeht.
Das auch der sonst so klarsichtige fefe dies unter einem sinnfreien Angriff gegen Rechte von Muslimen sieht und eben nicht als löblichen Versuch bestehendes Unrecht und reaktionärste Strukturen aufzubrechen bzw. zu entlegalisieren und stattdessen lieber eine polemische Verbindung zum blinden Wüten eins Donald Trump aufmacht, ist bedauerlich und aus meiner Auffassung heraus leider auch blind für reale, existierende Probleme in Deutschland, die dank Gleichgültigkeit und Kulturrelativismus inzwischen schon lange heimisch gemacht wurden.

Islam und Schwule
Nachdem ein Irrer in Amerika in einem Schwulenclub nun ein halbes hundert Menschen massakriert hat und in der Presse vorsichtig vermutet wurde, der Mann habe eventuell mit islamistischen Irren zu tun, oder *trommelwirbel* sei vielleicht stattdessen, alternativ dazu und sogar nur homophob, äußerte sich selbst der gute Volker Beck deutlich.
Wir erinnern uns, Volker Beck, einer jener Politiker, der sich damals vehement fürs Kinderverstümmeln aus religiöser Tradition stark gemacht hat, was ihm selbst in der schlimmen Phase, als andere ihn fallen lassen wollten, nachdem man ihn mit Drogen aus dem Verkehr zog, die Freundschaftsbekundungen der entsprechenden religiösen Verbände einbrachte, jener Volker Beck äußert sich -da es diesmal sein originäres Schlachtfeld, die Schwule(nrechte) betrifft- erstaunlich klar zum Islam.
Es verwundert etwas, wenn in der Berichterstattung der homophobe Hintergrund der Tat als Alternative zum islamistischen oder terroristischen Hintergrund der Tat diskutiert wird. Die Homophobie ist integraler Bestandteil des Islamismus.da stehts die ganze Stellungnahme
Wobei ich mich hier nicht auf den Bereich der künstlichen Abtrennung zwischen Islam und Islamismus zurückziehen wollte.
Danke für die klaren Worte.

Und für die ganzen Christenmenschen, die nun zustimmend mit dem Haupte nicken, erinnern wir uns auch, dass Bibel oder Thora ja durchaus recht rigoros im Bezug auf Sodomiten(also, nicht die mit den Schafen und Ziegen, sondern die, die anderen Männern beiwohnen wollen tun) sind.
Darin wird dann schon mal in bester Konstantin-Wecker-macht-auf-Franz-Josef-Strauss Variante (in Lösungslotterie aus dem Live Album von 1979) ein klares: Schwanz ab! Hand ab! Kopf ab! Rübe ab! Alles ab, ab, ab! eingefordert.

Aber die Wahrnehmung der Bibel und mit ihr Teile des Christentums, scheinen immerhin eben die Möglichkeit zu bieten, die der Islam, zumindest wenn ich den Ausführungen von Kelec, Abdel-Samad oder Ayaan Hirsi Ali folge, nicht bietet: eine Interpretationsmöglichkeit.
Kritik daran bedeutet -zumindest dank der Aufklärung, die eben auch und das muss man ja leider inzwischen schon erwähnen, eben keine kirchliche Errungenschaft war, sondern stattdessen gegen die Kirche und ihren Allmachtanspruch stattfand- nicht automatisch, dass man damit sogleich Ungläubiger und Häretiker wird.
War mal anders, vor Jahrhunderten, ist aber heute nicht mehr der Fall, zumindest nicht mit den lethalen Konsequenzen.
Der Scheiterhaufen des Katholizismus ist heute nur noch die Exkommunikation, Redeverbote oder Ausschluss vom Amt.
Obwohl manche das bedauern mögen, ist es doch ein Fortschritt, eine Anpassung überkommener Erzählungen an die Gegenwart.

Im Islam, da der Koran direkt Gotteswort ist, ist Kritik eben explizit nicht erlaubt oder möglich, zumindest nicht, ohne als Blasphemiker nach dem Leben getrachtet zu bekommen.
Da direkt Gotteswort ist er eben nicht historisch interpretierbar, nicht diskutierbar.

Für den christlichen Gott -auch daran sollte man sich eventuell erinnern- gibt es -und das ist man nicht weit weg vom islamischen(wie auch, beim damaligen copy&paste)- mancherlei Gräuel, also neben Schwulen und Sex unter unverheirateten, zum Beispiel Nahrung.
So kann man Gottes Speisegesetze bei den Spinnern Evangelikalen nachlesen; und schmunzeln oder staunen.
Oder halt was Anständiges essen gehen, was ich natürlich bevorzuge.
Soll sich kasteien wer will, oder sich gläubisch nennen und trotzdem gegen die Essensgebote verstoßen wer mag, ich esse was mir schmeckt, wobei ich meine eigene Art dennoch unberührt lasse.😉

Warum sich keine Sau mehr an den alten Käse hält, kann man beim genialen Jim Jeffries hören, der in seiner Rolle als Gott auf einer Party darauf hinweist, dass er in seinem Buch 8 mal schreiben ließ, dass Leute keine Shrimps essen sollen, aber nur zweimal darin, dass er Homosexuelle nicht mag.
Da die Leute aber gerne Shrimps essen, sei dieser Teil halt unter die Räder gekommen(der Kurzteil hier, aber es lohnt sich definitiv den ganzen Clip zu gucken, bzw. es lohnt sich sowieso die ganzen Shows von Jim Jeffries zu gucken, selbst die, bei denen er inzwischen nüchtern ist. ;-)).

Ihnen Ihr Blödbabbler, Shrimp des Herrn

Hach,…

… ein schönes, verlängertes Wochenende liegt hinter uns.

Wir durften im schönen Franken unsere Vorräte, den Akku und die Seele auffüllen – alles wichtig, wenn uns die Zombieapokalypse demnächst überrollt.

Neulich sah ich auf der Straße ganze Horden von scheinbaren Zombies: sie gucken alle nach unten, liefen schief, gar krumm und einige grunzten unverständliches in die Luft.
Meine edle Gefährtin, die tapfere Ms. Blödbabbler murmelte was von: Smartphones und mangelnder Gehirnaktivität, womit sie vermutlich richtig lag.
Und ja, ich gestehe: unser Mägen gehörte sicherlich auch zu den wichtigen und aufzufüllenden Punkten in obiger Aufzählung. Also bei den Ressourcen, nicht bei den Zombies.

Der momentan sichtlich hyperaktive Wettergott spielte brav mit und wir wurden nicht nass; ein wenig Sonne rötete sogar des Blödbabblers Nase noch bevor es die Neige des Glen Grant 23 Jahre des Abends tun konnte. Merkwürdiges Franken.

Ritterspiele und Mittelaltermärkte sind nicht meins, stelle ich im Nachhinein fest; mir fehlt schlicht der Hang dieses einen-romantisierenden-Blicks-zurückwerfens.
Gewöhnlich bin ich ja ein Freund von Diamonds and Rust, so doch keiner von solchen ahistorischen Spektakeln. Seis drum, muss ja nicht alles mögen.

Ich fand und finde, es reicht durchaus im Kreise bester Freunde seine Zeit zu verbringen – da brauche ich definitiv keine dilettantischen und schlecht gewandeten Hobby-Animateure mit angeklebter Fremdschämattitüde.
Wobei eine Runde Munchkin…😀

2 Kisten Wein für die Ms. (Silvaner und Rosé), 2 Kg schwarzen Tee sowie einen(auch für die Ms.!) leckeren Erdbeerlikör später, waren wir auch schon wieder daheim und so konnte ich mich den wichtigen Fragen des Lebens stellen:

Welche Geisteskrankheit haben Sie?

Urkunde: Auswertung für den Test
Welche Geisteskrankheit haben Sie?


Sie sind an einer Depression erkrankt😉

Als Depression bezeichnet man eine psychische Erkrankung mit emotionaler Niedergeschlagenheit als Hauptsymptom. Die Depression wird den affektiven Störungen zugeordnet und deren zwei am häufigsten auftretenden Klassifizierungen sind die depressive Episode und die wiederkehrende depressive Störung. Die emotionale Blockade führt im Extremfall zu einer Unfähigkeit ein normales Leben zu führen und stark ausgeprägten, suizidalen Neigungen.
 

Auch das Quiz Welche Geisteskrankheit haben Sie? spielen?

Treffer, versenkt! Oder doch nicht?
Ja, ich gebe zu, einige der Darbietungen der mehr als Laienschauspieler ließen mich an einen schnellen Schnitt denken, aber eher nicht bei mir. Der werte Herr AausL schrieb was von Kinderkacke im Matsch, ich wage nicht ihm zu widersprechen. Dennoch, Peinlichkeit auszuhalten und daran nicht zu zerbrechen ist ein erster, mächtiger Schritt hinaus aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, eine Stufe stramm erklommen in nahezu Kantschen Kategorien.

Oder halt einfach doch nur ein Zeichen für manifeste Faulheit, weil man den Hintern nicht schnell genug hochbekommen hat, als das Dargebotene begann? Ich überlege noch.
War es gar ein Zeichen für das Blochsche Prinzip Hoffnung nur eben in schlechterer Prosa?
War es ein Teil von Wenn wir zu hoffen aufhören, kommt, was wir befürchten, bestimmt.da stehs Ich fürchte ja. Es war in der Tat hoffnungslos. Wo ist der Doktor, wenn man eine Tardis braucht?

Aber, ich schweife ab -stelle ich fest. Ursächlich befasste ich mich im Internet mit den Symptomen einer Psychose und fand dazu einen Satz, der mich irritierte und so aus der Fassung brachte, dass ich stattdessen obigen Text erbrach.
Der Satz, wie sich Wahnvorstellungen manifestieren können in der Selbstsicht, lautete: [In]Sonderbare[n] oder zwanghafte[n] religiöse[n] Vorstellungen (da stehts )

Ist damit vielleicht der Ritt Mohammeds auf seinem fliegenden Pferd gen Himmel gemeint? Die Jungfrauengeburt? Gar die Zombifizierung von Jesus am dritten Tage, oder doch nur das Ausharren der Cargo-Kult Anhänger und die stumme Freude auf die Wiederkehr von John Frum? Hilft es dem gequälten Geist auf die Sprünge, wenn Pikkiwoki, der papua-neuguineische Matschgott Schweine & Kokosnüsse an seine Anhänger verteilt?

Ist Religion letztlich und per se nicht vielleicht immer ein wenig Teil einer gelebten und gesellschaftlich akzeptierten Psychose?

Dawkins spricht ja in diesem Zusammenhang von God delusion. Gotteswahn.
Aber, wenn es dann doch als bester Variante damit endet, dass man eine Hure als höchstes Wesen durch die Straßen von Paris trägt, ist dann der Irrsinn wirklich abgeschafft oder nur angenehmer illuminiert worden? Garçon, einen Kuchen für Madame, das Brot ist alle.

Uns ging es da deutlich besser, als jener Marie Antoinette ins Maul gelegte Satz vermuten lässt, denn Frau IausL brachte ein selbstgebasteltes Brot mit ins fränkische Domizil.
Ich sabbere immer noch, durfte ich doch beträchtliche Teile desselben heim ins hessische Reich führen und mir einverleiben. Hjam. Chapeau!, meine Liebe, Chapeau!

So, ich höre mal mit dem Text auf, bevor mich die Depression zu sehr übermannt, nicht selbst solch feines Handwerk zu verüben … äh auszuüben, seis auch nur als banales Hobby.
Ihnen Ihr Blödbabbler